
Es gibt nichts ehrlicheres als das Tier, also auch das Pferd. Es wird nicht wie Sie und ich z.B. schlaflose Nächte durchgrübeln, weil vielleicht die Zukunft Sorgen macht – ein Pferd «plant» sein Benehmen nicht. Es handelt nicht stra- tegisch, sondern instinktiv und situativ. Ein Pferd erkennt Stimmungen, speichert optische und emotionale Erinnerungen und trägt seinen persönlichen Charakterzug. Dies alles kom- muniziert es mit seinem spontanen Verhalten.
Sie selbst gehören zu seiner unmittelbaren Umwelt und haben den grössten Einfluss auf sein Befinden.
Fehlt es ihm an «hierarchischer» Sicherheit, können ver- schiedenste «Fehlverhalten» wie Dominanz, Eigensinn, Angst usw. auftreten. Seine Anerkennung ihrer führenden Position in der «Rangordnung» zwischen Mensch & Pferd ist die Grund- voraussetzung für ein gut funktionierendes Team.
Wenn wir unserem Freund, dem Pferd, als Leitfigur Verlässlichkeit und Sicherheit vermitteln, erreichen wir damit das von beiden erwünschte partnerschaftliche Vertrauen.

